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Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V.


Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V.

 

Berichte zu den Veranstaltungen
Für Demokratie und Solidarität

 

Erste Veranstaltung am 07. Februar 2023

Die Vortragsveranstaltung

WIE KANN DIE ZIVILGESELLSCHAFT DEMOKRATIE UND SOLIDARITÄT STÄRKEN?

am 07. Februar 2023 im Bürgerzentrum "Alte Synagoge“ war praktisch ausverkauft.

Die angemeldeten Teilnehmenden konnten die lebensnahen und auf wissenschaftlicher Basis beruhenden Vorträge von Frau Prof. Dr. Beate Küpper und Herrn Prof. Dr. Fabian Virchow interessiert verfolgen.

Wurzeln und Entstehung diverser Gruppierungen, die unsere Demokratie gefährden, wurden zusammenhängend erläutert und durch kausale Zusammenhänge anschaulich ergänzt.

Besondere Aufmerksamkeit bekam die zunehmende Bedeutung der sozialen Medien mit Fake News, Chat GBT usw.


Hervorgehoben wurden auch die Gefahrenpotenziale, die zur Abwanderung aus der sozialen Mitte in demokratiegefährdende Strukturen führen können.

In der anschließenden Diskussion hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, mit eigenen, ergänzenden Wahrnehmungen und Fragen zu Wort zu kommen.

Abschließend wurde die zentrale Bedeutung, Solidarität zu zeigen, statt schweigend weg zu schauen, hervorgehoben.

Der Abend klang harmonisch mit weiteren Gesprächen beim gemeinsamen Imbiss aus.
Eine durch und durch gelungene Veranstaltung!


Zweite Veranstaltung am 29. April 2023

Gute Resonanz bei Vortrag

ZUM KULTURKAMPF VON RECHTS UND DIE SOZIALE FRAGE


Auf Einladung der Volkshochschule Hochsauerlandkreis und dem Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität hat Politikwissenschaftler und Publizist Richard Gebhardt vor rund 50 Teilnehmenden im Kreishaus gesprochen.

Aktuelle gesellschafts-politische Entwicklungen rund um „Rechtspopulismus“, kulturellem Wandel und Möglichkeiten, dem „Rechtsruck“ zu begegnen, umfassten die Vortragsthemen.

Eine anschließende Diskussion wurde genutzt, um Fragen zu klären, wie man beispielsweise am besten Menschen begegnet, die plötzlich extremistische politische Überzeugungen vertreten.

 

 


Dritte Veranstaltung am 07. Mai 2023

Am 7. Mai 2023 präsentierte sich das Mescheder Bündnis im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntages in der Innenstadt Meschedes den Bürgerinnen und Bürgern.
Trotz des zeitweise strömenden Regens ergaben sich anregende Gespräche.
So konnte darüber aufgeklärt werden, was das Bündnis ist, welche Ziele es betreffend Erhalt der Demokratie und Stärkung der Solidarität hat.

Zwischen Januar und April 2022 gab es auf dem Kaiser-Otto-Platz zwölf angemeldete Veranstaltungen mit durchschnittlich 200 Unterstützerinnen und Unterstützern als Gegenbewegung antidemokratischer Tendenzen auch in der Mescheder Bevölkerung.

Im Februar 2023 veranstaltete das Bündnis zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung den ersten Vortragsabend.

Im Mai 2023 folgte dann ein Vortrag zusammen mit der VHS des HSK.
Das Bündnis plant weitere Aktivitäten zur Unterstützung von Demokratie und Solidarität in der Mescheder Gesellschaft.

Am 29. 03. 2023 gründete sich der Verein Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V., der als gemeinnützig anerkannt und parteipolitisch unabhängig ist.

Eine Bitte an Sie, die Sie das hier lesen:
Treten Sie mit und in Ihrem Umfeld für demokratische Werte und Solidarität ein.
Sie können unseren Verein auf vielfältige Weise unterstützen: Kommen Sie mit uns, wo auch immer, ins Gespräch. Sie sind herzlich zu unseren Veranstaltungen und Aktivitäten eingeladen.


 

 


Vierte Veranstaltung am 03. Februar 2024

Für Demokratie, Soltät und Menschenrechte. Gegen Hass und Hetze! Gegen Rasssimus und Fremdenfeindlichkeit!

Etwa 1300 Personen waren zum Kaiser-Otto-Platz gekommen! 

Wortlaut der Rede:
Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen,


heute versammeln wir uns hier auf dem Kaiser-Otto-Platz im Herzen Meschedes nicht nur bloß nach einem Demonstrationszug, der ein sehr starkes Zeichen war. Sondern wir setzen das hier fort auf dem Platz für Demokratie, Solidarität und Menschenrechte. Gegen Hass, Hetze und menschenbezogene Fremdenfeindlichkeit.
Das ist bislang einmalig und unfassbar, dass Sie in dieser Zahl hier am Samstagnachmittag erschienen sind. Herzlichen Dank!!
Ich werde Sie fordern mit dieser Ansprache, indem ich doch ein wenig auf die einzelnen Punkte unseres Aufrufs eingehe.

Ja, zuerst Demokratie!!

Viele – und ich schließe mich da ein – haben NIE gedacht, dass diese Staatsform so bedroht werden könnte. Lange Zeit schien sie selbstverständlich zu sein, ein(e) Selbstläufer(in). Man braucht dafür nichts tun, zieht sich ins Private zurück, oft gleichgültig und anderen überlassend, sich einzusetzen.

Das hat sich nun Deutschlandweit in vielen Orten und Städten geändert.

AUCH WIR SETZEN HIER IN MESCHEDE EIN MACHTVOLLES ZEICHEN, INDEM WIR UNSER GESICHT ZEIGEN! 


Was zeichnet Eintreten für Demokratie aus? Was ist bedroht, dass wir uns dafür einsetzten müssen, es zu erhalten?
Ich hole das einmal ins Gedächtnis zurück:

Menschenwürde:
Artikel 1 des GG lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“.

Das Prinzip der Unantastbarkeit der Würde bedeutet, dass kein Mensch aufgrund seiner Eigenschaften oder Handlungen entwürdigt oder missachtet werden darf

Wahlen: Regelmäßige, freie und faire Wahlen ermöglichen den Bürgern die Auswahl ihrer Repräsentanten und ihrer politischen Entscheidungsträger.

Rechtsstaatlichkeit: Die Einhaltung und Durchsetzung von Gesetzen gewährleistet die Gleichbehandlung aller Bürger und schützt ihre Grundrechte.

Gewaltenteilung: Das heißt Trennung zwischen Exekutive, Legislative und Judikative.

Menschenrechte: Die Achtung und der Schutz grundlegender Menschenrechte sind unerlässlich für eine demokratische Gesellschaft.

Meinungsfreiheit und Pluralismus: Eine lebendige Demokratie erfordert freie Meinungsäußerung, Vielfalt in den Medien und einen offenen Dialog zwischen verschiedenen Meinungen.

Bürgerbeteiligung: Die Möglichkeit für die Bürger, aktiv an politischen Prozessen teilzunehmen, stärkt die Legitimität des demokratischen Systems. Engagierte Bürger, gemeinnützige Organisationen tragen zur Gestaltung der Gesellschaft bei.

Parlamentarismus: Die gewählten Vertreter in einer repräsentativen Demokratie vertreten die Interessen und Bedürfnisse der Bevölkerung in den Parlamenten.  

Schutz der Minderheiten: Eine inklusive Demokratie schützt die Rechte und Interessen von Minderheiten vor Mehrheitsentscheidungen.

Eine liberale Demokratie ist nicht einfach nur Mehrheitsherrschaft, in der Menschen ohne Recht und Anstand dieses auch mal alles außer Kraft setzen können!!
Ja, wir leben in einer Demokratie. Alle Macht geht vom Volke aus! Das heißt aber auch: 

Das Geschwätz der Rechtspopulisten von „denen da oben“ - gemeint damit sind demokratisch gewählte Regierungen - ist demokratievergessen und falsch!! 
Es liegt an jedem Einzelnen, die Demokratie zu schützen. Die Republiken brauchten nicht nur viel Kraft und Ausdauer zur Demokratiewerdung, sondern auch zur Demokratiebewahrung!! 

Also, diese Demonstrationen, wie diese, dürfen nicht nur ein temporäres Zeichen sein. Das an sich ist schon sehr gut. Sie müssen aber ein Fanal für dauerndes Wachsein und vor allem Engagement vieler Menschen sein. 
Mischen Sie sich ein. Machen Sie mit in dieser Stadt! Seien Sie nicht gleichgültig! Egal wo.

Klare Kante gegen die Feinde der Demokratie! Besonders auch gegen die, die zum demokratiezerstörenden Getöse beitragen. Und das am Arbeitsplatz, im Verein, in der Nachbarschaft, in der Familie, im Bus, in der Bahn, auf dem Marktplatz, im Wartezimmer und wo auch sonst noch.
Das ist nicht immer einfach und erfordert teilweise Mut. Aber was bleibt uns übrig? Tun Sie es!

Jetzt komme ich zum zweiten Punkt unseres heutigen Aufrufs. Sie ist der Grundpfeiler der Gemeinschaft: 

Solidarität!! In dieser Stadt Meschede, in der die Werte der Solidarität und des Zusammenhalts in Familien, Nachbarschaften, Vereinen, Institutionen und anderen lokalen Zusammenschlüssen gelebt werden, haben wir die Macht, positive Veränderungen herbeizuführen. 
Bürgerliches Engagement ist der Schlüssel! Jeder Einzelne ist eingeladen und gefordert!! 

Dann als Drittes: Menschenrechte


Menschenrechte sind unantastbar und universell. Sie sind das Fundament, auf dem unsere Freiheit ruht. Wir dürfen nicht schweigen, wenn diese Rechte bedroht sind. Hass und Hetze haben in unserer Gemeinschaft keinen Platz. Sie vergiften nicht nur unsere Worte, sondern auch unsere Seelen. Lasst uns stattdessen in Respekt und Verständnis füreinander leben und da sein.

Rassismus, menschenbezogene Fremdenfeindlichkeit, Hass und Hetze 
sind die Schatten, die wir gemeinsam vertreiben müssen. In der Vielfalt unserer Kulturen und Hintergründe liegt unsere Stärke.  

Verletzende oder herabwürdigende Bemerkungen, Personen nur aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit zu benachteiligen, Schimpfwörter oder rassistische Witze, auch wenn sie scheinbar harmlos erscheinen, können dazu beitragen, eine feindselige Atmosphäre zu schaffen und Menschen aufgrund ihrer Herkunft zu beleidigen und zu benachteiligen. Zum Schluss doch ein Beispiel für Hass und Hetze, wie sie dem Organisator der Demonstration in Sundern entgegengebracht worden sind.

Zarte Gemüter halten sich bitte die Ohren zu: (Diesen Post auf Facebook mute ich Ihnen hier nicht zu.)

Unser Appell: 
Bitte kein Hass und keine Hetze im persönlichen Gespräch!
Aber fragen, woher hast Du diese Informationen, wenn sie seltsam erscheinen. 

Wenn möglich, zuhören und nicht anschreien. 
Gegenhalten, wenn möglich. Und wenn kein „Gespräch“ realisierbar ist, so stehenlassen und gehen.
  
Schluss: 
Sie waren heute Teil ein so starken Veranstaltung, seien Sie stolz darauf, dabei gewesen zu sein. 

Kommen Sie gut nach Hause und mischen Sie sich positiv ein.  
Danke für Ihr Kommen. Auf Wiedersehen!

Elmar Schulte
1 .Vorsitzender

 


Fünfte Veranstaltung am 22. Februar 2024

 

Meschede, 04.03. 2024

Das Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion am 22.02.2024 eingeladen 

DIE FREIHEIT DER MEDIEN

Der große Sitzungssaal des HSK war bis auf den letzten Platz belegt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Mescheder Bündnis (Elmar Schulte) und den Leiter des Regionalbüros Westfalen  der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Dr. Andreas Schulze unter dem Motto 'Die Pressefreiheit ist ein wichtiges Grundrecht, das über viele Jahre erkämpft worden ist. Man bezeichnet es auch als 'Vierte Gewalt im Staat'.

Die Publizistin, Juristin und Buchautorin Dr. Liane Bednarz (KAS) verdeutlichte u.a. das Interesse insbesondere autoritärer Regime, die freie Berichterstattung zu unterbinden. Anhand der 'Spiegel-Affäre' und der 'Cicero-Affäre' wurde der innerdeutsche Umgang mit der Pressefreiheit verdeutlicht.

Die 'Correctiv'-Recherche - das Potsdamer „Geheimtreffen“ mit Rechtsextremen; Stichwort 'Remigration - hatte aktuellen Bezug.

Tim Peters (KAS) zeigte die Gefahren von Fake News auf, die vorwiegend über Social Media vebreitet werden, ausgehen.

Zur Frage aus dem Publikum 'wie erkenne ich Fake News' nahm insbesondere der stv. Chef-Redakteur der Westfalenpost Torsten Berninghaus ausführlich Stellung.

Die 120 Teilnehmer*innen konnten am Ende des Abends zahlreiche Erkenntnisse und Anregungen mitnehmen.
Dazu gehörte auch eine kurze Lesung aus den neuen Buch 'Die Journalsitin' der Autorin Bettina Lausen: Eine junge Frau entschließt sich im Nachkriegsdeutschland - die Nazi-Zeit ist noch nicht ganz aufgearbeitet - kritische Journalistin zu werden.

Elmar Schulte
1 .Vorsitzender  

 

Sechste Veranstaltung am 21. April 2024

Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. (eingetragener, gemeinnütziger Verein)








 

Vergessene Opfer der NS-Diktatur – "Euthanasie" und Zwangssterilisation im ländlichen Sauerland

Vortrag am Sonntag, 21. April 2024, 17:00 bis 18:30 Uhr

Bürgerzentrum / Alte Synagoge, Kampstr. 8, Meschede

Am 14. Juli 1933 wurde das "Gesetz zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses" in Deutschland verabschiedet. Die Fortpflanzung von "unwertem Leben" sollte durch Zwangssterilisationen verhindert werden. Wer erbkrank war und sterilisiert werden sollte, entschieden Ärzte und Gerichte, in Krankenhäusern wurden die chirurgischen Eingriffe vorgenommen. Dem "Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel" ist es in Zusammenarbeit mit dem Archiv des Hochsauerlandkreises gelungen, ein wichtiges Stück Aufklärungsarbeit im Hinblick auf die vergessenen Opfer der NS-Diktatur zu leisten. Im Vortrag geht es nicht nur um die konkreten Zahlen der schrecklichen Verbrechen, die mit dem "Verzeichnis von Unfruchtbarmachungen" und mit den "Verzeichnissen der Erbkranken" rekonstruiert werden können, sondern um die persönlichen Schicksale dahinter, die beispielhaft zeigen, was damals im Sauerland geschehen ist.

Die Veranstaltung ist entgeltfrei.


Siebte Veranstaltung am 15. Juni 2024

Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. 
(eingetragener, gemeinnütziger Verein, überparteilich. Sie können Mitglied werden, wenn Sie einen Mitgliedsantrag stellen.)

 
Sprache macht Politik
Vortrag Prof. Dr. Thomas Niehr, RWTH Aachen

Samstag, 15. Juni 2024, 16:00 - 17:30 Uhr
Kreishaus Meschede, Steinstr. 27, Raum: F1 Sauerland


Ohne Sprache ist Politik unmöglich. Sprache und Politik stehen in einem engen Verhältnis. Sprache konstituiert Wirklichkeit, eine sprachunabhängige Erkenntnis der Wirklichkeit kann es nicht geben. Dieses enge Verhältnis von Sprache und Politik wissen auch Populisten und Extremisten für sich auszunutzen. Ihre Kommunikation ist durch Tabubrüche gekennzeichnet, die in einer demokratischen Gesellschaft und ihren Massenmedien häufig für empörte Reaktionen sorgen. Dass diese Empörung von Extremisten jedoch gezielt provoziert und für die eigenen Zwecke instrumentalisiert wird, soll an Beispielen aus den letzten Jahren gezeigt werden. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, inwieweit skandalisierte Äußerungen von Extremisten nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt sind und daher unter dem Schutz des Grundgesetztes stehen.

Die Veranstaltung ist entgeltfrei.

Anmeldung erforderlich!

Telefonisch unter: 0291 94-1147 oder online: www.vhs-hsk.de
 

Achte Veranstaltung am 21. September 2024 

 


Neunte Veranstaltung am 28. März 2025

Das Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. hat zum Freitag, 28.3. 2025 ab 19 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag in das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Meschede, Schützenstr. 6 eingeladen.

Professor Dr. rer. pol. Fabian Virchow, Fachhochschule Düsseldorf spricht zum Thema mit anschließender Diskussion: 

„Die Demokratie verteidigen und stärken – Eine drängende Aufgabe!"

In den letzten Jahren haben demokratische Prinzipien und Werte in vielen Ländern, auch in Deutschland, zunehmend unter Druck gestanden. Politische Entwicklungen, gesellschaftliche Herausforderungen und das Aufkommen populistischer Bewegungen haben das Vertrauen in unsere Demokratie erschüttert. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die Politik auf großen Ebenen, sondern auch die Art, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen und unsere Freiheiten bewahren.
Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen, uns für politische Bildung einsetzen und die Rechte von Minderheiten schützen. Nur wenn wir uns gemeinsam für die Demokratie stark machen, bleibt sie auch in Zukunft ein stabiler Pfeiler unserer Gesellschaft. 


Zehnte Veranstaltung am 03. Februar 2026  

Gemeinsame Veranstaltung des Mescheder Bündnisses für Demokratie und Solidarität zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung unter dem Thema „Wie stabil ist unser Rechtsstaat“

Fundament von Demokratie und Freiheit: Wie stabil ist unser Rechtsstaat?

Im gut gefüllten großen Sitzungssaal des Kreishauses Meschede ging es zu Beginn der ersten Februarwoche 2026 um die Frage, wie viel Vertrauen Bürgerinnen und Bürger in die Funktionsfähigkeit von staatlichen Organen wie Regierung und Verwaltung und die Rechtsprechung  haben. Unter anderem die notwendigen, aber eben auch häufig einschneidenden Eingriffe in die Grundrechte während der Corona-Pandemie haben viele zum Nachdenken über diese Fragen gebracht. In der Veranstaltung, die vom Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. und von der Konrad-Adenauer-Stiftung gemeinsam organisiert war, stellten sich Fachleute aus der Praxis den kritischen Fragen der Zuhörer: Marie-Sophie Lanig, Referentin für Recht und Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung, Christian Martin Müller, Staatsanwalt in Bielefeld, Rolf Meiberg, Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Arnsberg, Marcel Tillmann, Rechtshistoriker, und Sascha Gerhardt, stellv. Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Moderiert wurde die Veranstaltung von Maike Mewes.

Umfragen zeigen, dass das Vertrauen in die staatlichen Institutionen in den letzten Jahren zwar abgenommen hat, aber trotz allem noch auf einem hohen Niveau verbleibt. Die Teilnehmer des Podiums betonten einhellig, dass trotz der guten Absicherung der Gewaltenteilung im Grundgesetz das Einstehen aller Bürgerinnen und Bürger für unsere Demokratie existenziell für unser Gemeinwesen ist. Der Blick über unsere Grenzen macht das deutlich: Der Zugriff auf die Judikative und auch auf die Presse ist immer der erste Schritt zur Auflösung demokratischer Strukturen.

Am folgenden Morgen stellte sich das Podium unter der gleichen Themenstellung den Fragen von Oberstufenschülerinnen und -schüler am Gymnasium der Benediktiner. Wie zu erwarten war, waren die Fragestellungen in der jungen Generation etwas anders: Unsere Verteidigungsfähigkeit, damit die Frage einer möglichen Wehrpflicht, dazu auch mögliche Einschränkungen in der Nutzung von Social Media rückten hier in den Vordergrund, immer in Verbindung mit dem Recht auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung.


 


Elfte Veranstaltung am 24. Februar 2026  

Zweitzeuge Silvio Uhlfelder

Die bewegende Fluchtgeschichte der jüdischen Familien Uhlenfelder und Grünewald aus Nazideutschland nach Argentinien

Das Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. hatte zu Vorträgen eingeladen.
Silvio Uhlfelder war aus Frankfurt angereist, um die bewegende Fluchtgeschichte der Familien Uhlfelder und Grünewald aus Nazideutschland anschaulich und mit bewegenden Worten vorzutragen. Herr Uhlfelder ist ein Zweitzeuge, der von den Gräueln des Holocaust authentisch berichten konnte, indem er auf die Tagebücher seiner Mutter und seines Großvaters väterlicherseits zurückgreifen konnte, die den Holocaust durch Flucht nach Argentinien überleben konnten.
"Was mit Juden beginnt, endet nicht mit Juden", so seine Kernaussage.

Ruth Uhlfelder, geb. Grünewald, war seine Mutter. Ihr Vater betrieb einen Gemischtwarenhandel und war als Soldat im 1. Weltkrieg in Beverungen voll integriert. Dennoch gab es Ausgrenzungen. So musste Uhlfelders Mutter die Schule verlassen wegen eines Lehrers, der in der Hitlerjugend war. Dieser lief vor den Häusern der Juden und sang immer wieder "Und wenn das Judenblut vom Messer spritzt, dann geht es nochmal so gut. Ritsch Ratsch, Ritsch Ratsch, Ritsch Ratsch.

Vor dem Haus befand sich ein Glaskasten mit dem „Stürmer", eine Zeitung mit bösartigen Karikaturen von Juden und schlimmen Hetzereien.

Ihre Mutter unterrichtete Klavier für fünfzehn Kinder. Später wurde ihr die Unterrichtserlaubnis durch die Nazis entzogen und konnte sie nur noch "Nichtarier" unterrichten. Die Zahl der Schüler sank auf vier.

Während der Emigration mit einem Schiff stürzte sie und brach sich den Oberschenkel. Der Bordarzt war ein Nazi und behandelte sie nicht. Das Bein verkürzte sich erheblich und so musste sie ein Leben lang orthopädische Schuhe tragen und Rückenschmerzen erleiden.

Nach der Ankunft in Argentinien musste man sofort arbeiten gehen und konnte keinen Beruf erlernen. So fühlte man sich in dem neuen Land fremd und war doch froh, sein Leben gerettet zu haben

Silvio Uhlfelders Vater Gerd konnte über die Vergangenheit nie sprechen, weil die Nationalsozialisten vierzig seiner Familienangehörigen umgebracht hatten. Aber sein Vater Benno Uhlfelder hat die erlittene Ausgrenzung und Emigration zu Papier gebracht.

Schon weit vor der Nazizeit erlebte er Diskriminierung als Jude sowohl in Deutschland als auch in den USA. Er war Musikkomponist, hat Theaterstücke und Operetten geschrieben. Für eines seiner Werke, gewidmet dem spanischen König Alfonso XIII, wurde er mit dem "Orden Isabel La Catolica" geehrt. Er war auch Honorarkonsul von Guatemala in Berlin. Dennoch hätte selbst dieser Status ihn nicht vor den Nazis geschützt. 1933 emigrierte er nach Brüssel und später 1938 nach Argentinien. Dort waren es sehr schwierige Anfänge, er war als Jude und als Deutscher nicht zugehörig und ausgestoßen.

Der Vater Gerd Uhlfelder konnte keine Berufsausbildung mehr machen, wurde aber mit der von ihm gegründeten Konzertagentur sehr erfolgreich. Unter seinen vertraglich engagierten Musikern waren renommierte Namen wie Paul Hindemith, Karl Böhm, Arthur Fiedler u.a. Auch wurde er Vertreter für die Musikverlage Breitkopf & Härtel, Schott sowie des Klavierbauers Steinway.

In der Alten Synagoge in Meschede konnte das Publikum der Musikkomposition "Sangre Torera" des Großvaters mit Ergriffenheit zuhören.

Erstaunlich und erschreckend war abschließend Uhlfelders Information, dass über die „Rattenlinie“ (Italien/ Vatikan, Spanien ) so viele und prominente Nazigrößen nach 1945 in Richtung Südamerika fliehen und sich so dem Zugriff der Justiz entziehen konnten.
Insgesamt waren sich alle Beteiligten einig, dass sich die Geschehnisse nie wieder ereignen dürfen und gerade jetzt Engagement und Eintreten für demokratische Werte umso wichtiger für alle sind. 

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Vorträge in den Mescheder Hauptschulen

 


Zwölfte Veranstaltung 

Noch nicht geplant. 

 

 



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